Monthly Archives: April 2010

Marketing 2.0 wie ich es meine oder “Danke, Holger!”

Hi…

vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an meine wirre Idee zum Thema Marketing 2.0 (siehe http://blogs.msdn.com/frankfi/archive/2010/02/28/new-role-of-marketing-and-operation-research.aspx). Meine Grundaussage ist, dass Marketing heute Mehrwerte liefern muss, um für seine Nachricht Aufmerksamkeit zu bekommen. Platte Werbung mit schönen fröhlichen Menschen reicht schon lange nicht mehr.

Gerade Gestern hatte ich eine interessante Erfahrung. Wahrscheinlich war ich der einzige im Raum, dem das überhaupt auffiel. Es ging darum, dass man die Möglichkeiten der IT, die in einem Unternehmen vorhanden sind (ausgewählt – gekauft – installiert) den Mitarbeitern besser bekannt machen muss. Das Stichwort “Internal Marketing” kam auf das Parkett und erregte erstmal Ablehnung. Um Himmels Willen, es gehe hier nicht darum die Mitarbeiter mit “Marketing” zu nerven!

Interessante Meinung zu Marketing. In diesem Fall (und ich hoffe in zunehmend mehr Fällen) nicht gerechtfertigt. Hier ging es darum Mehrwert zu liefern. Ja, auch Vorhandenes bekannt zu machen, aber in dem Mann den Nutzen nach vorne stellt. Man beobachtet seine Mitarbieter (=Kunden), ermittelt wo es hackelt und man helfen kann, und, festhalten, hilft. Jetzt wird es noch besser: Zum guten Ende redet man noch darüber. Und jetzt kommt’s, man lässt die Kunden das sich gegenseitig empfehlen. Voll Web 2.0, und so einfach kann Marketing sein.

Warum tun sich jetzt alle so schwer damit? Weil eine Marketing Agentur keine Design Agentur ist und nicht auf das Helfen sondern auf das Schreien und Trommeln ausgelegt ist. Naja, meine Meinung.

Ein weiteres Beispiel – und jetzt komme ich zum Titel – ist GPS. Ja, Unwissende nennen das Global Positioning System. Das war mal. Heute ist das Group Policy Search. Das Problemchen kennt jeder Admin.

Man kann Windows Systeme recht komfortabel mit Gruppenrichtlinien steuern, wenn man die richtige findet. Bei der extremen Menge derer ist das meist gar nicht so einfach. Wie kann ich also Admins glücklich machen?

Da kommen Holger Sirtl, Stephanus Schulte und Jean-Pierre Regente in’s Spiel. Sie haben nicht nur beobachtet und mitgejammert, sondern mal aktiv das Thema angegangen. Herausgekommen ist das:

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http://gps.cloudapp.net

Hier kann Admin nach Policies suchen, als Policy und Registry Key sehen, etc. etc. etc.

Nebenher läuft das Ding noch auf Windows Azure 😉

Ist das mal cooles Marketing??? I would say so…

CU

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Cloud Computing und Vertrauen

Hi…

ich war gerade auf einer Web 2.0 Konferenz und ich muss beichten. So wie man das im Web 2.0 macht…also blogge ich.

Ich war nämlich böse, habe einen bösen Witz gerissen.

Auf dem Panel standen neben mir die Kollegen von Google und IBM. Es ging in einer Frage um Vertrauen und Cloud Computing, was die Anbieter tun würden und so weiter. Der Kollege von IBM macht zunächst einen “Opt-Out” (so nannte es der Mann von Google) und meinte, er meine nicht das fehlendes Vertrauen ein Hinderungsgrund bei der Einführung von Cloud Computing in Unternehmen sei. Spannend, dachte ich. Auf meinem Heimatplaneten ist das anders. Aber sei es drum.

Also habe ich eine ewige Brandrede gehalten und der Google-Mann nach mir und wir waren uns super einig: Microsoft, Google und das Pulikum.

Nun fiel dem IBM Mann auf, irgendwie fehlt da doch was und er meldete sich zu Wort. Sein erstes Argument: IBM ist ja nun mehr als 100 Jahre alt, daher ehrwürdig und vertrauensvoll. Daraufhin habe ich gefragt wie alt denn Lehmann-Brothers waren. Autsch. Mein Lacher und die gerade vor wenigen Minuten begonnene Bekanntschaft mit einem Kollegen von IBM fand ein jähes Ende.

Worauf wollte ich hinaus? Nun, was ist denn wichtig wenn es um Vertrauen im Cloud Computing geht? Wie lange eine Firma bereits Steuererklärungen abgibt (autsch, da war noch was – Merke Lohnseteuer 2009 bald fällig)? Na, wenn es so wäre, konnte Microsoft ja bereits ein paar Jahrzehnte mehr wie Google und Amazon beanspruchen. Leider geht es darum nicht.

Ich komme – mit etwas Nachdenken – auf 3 Gründe:

1. Size does matter

Ein Cloud Computing Anbieter muss so groß sein, dass er eventuelle Probleme auch überlebt. Wenn beim ersten Problem die Kollegen lieber Bankrott anmelden als an’s Telefon zu gehen, bleibt das Problem beim Kunden.

2. Servie Level Agreements

Ich habe früher schon einmal ausgeführt, am Ende ist Cloud Computing wie IT Supply Chain. D.h. der Kunde ist ein informierter und mündiger. Er stellt Fragen und Ansprüche. Dies gipfelt in Vereinbarungen – auch Verträge genannt oder in der IT Service Level Agreements, kurz SLAs. Ein SLA beinhaltet sehr fein, welcher Service in welcher Zeit, Bandbreite, zu welchen Kosten etc etc pp zur Verfügung gestellt wird. Und ein SLA beinhaltet was passiert wenn es passiert und der Service diesen Qualitätskriterien nicht entspricht.

3. Fähigkeit ist wichtig

Hier lasse ich von mir aus ein paar Jahre Erfahrung gelten, aber die Kollegen von vor 100, selbst noch die von vor 50 Jahren waren mit anderen Problemen beschäftigt. Mein Anbieter muss die Fähigkeit haben, Dinge kompetent umzusetzen. Nehmen wir mal Security (was beim Thema Vertrauen irgendwie gerne zuerst genannt wird). Security besteht aus drei Komponenten: Menschen, Prozessen, Technik. Ein Anbieter muss das alles sauber umsetzen, nur Technik reicht bei weitem nicht. Aber wie kann man jetzt Befähigung nachweisen? Man macht einen Führerschein. Die meisten Anbieter versuchen diese Fähigkeit mit Zertifikaten nachzuweisen – so auch Microsoft. Und das ist der erste Schritt…

 

Am Ende ist Vertrauen – wie der Mann von Google so schön sagte – etwas was man sehr langsam gewinnt und sehr schnell verliert. Wir werden uns also langsam das Vertrauen unserer Kunden erarbeiten müssen. Wenn wir mal auf 100 Jahre Cloud Computing zurückblicken, nehme ich meinen Scherz zurück.

 

So, genug gebeichtet. Ich werde jetzt zur Sühne diesen Artikel per UMTS aus dem fahrenden Zug posten…

 

CU

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Windows Phone 7 – XNA

Hi…

jetzt kann man ja immer daher schwadronieren, wie einfach etwas ist und es bleibt eine Hochglanzwerbeaussage, solange man es nicht selbst ausprobiert hat. Also habe ich mich mal an Windows Phone 7 und XNA herangewagt.

Meine Idee war es, ein sehr erfolgreiches Demo aus einer Webcast-Serie von vor (gefühlt) 10.000 Jahren auf das Phone zu bringen.

Also habe ich ein XNA Demo genommen und mir die Render-Routine für eine Kugel geklaut. Die Klasse musste ich um einen Konstruktor erweitern, der sowas wie Farbe und Position individuell beachtete. Dann habe ich in einer XML Datei Elemente und deren Van-Der-Waals-Radius sowie die gewünschte Farbe des Atoms abgelegt. In einer weiteren XML Datei habe ich die Atom-Positionen im Raum und das jeweilige Element gespeichert. Das Editieren des XMLs war auch die zeitaufwendigste Geschichte, weil ich aus Plain-Text und Physikbuch die Infos zusammengebastelt habe. Das Lesen und Auswerten des XML ist mit Hilfe von LINQ dann wieder sehr einfach gewesen.

Naja, also im wesentlichen Erzeuge ich mir zuerst ein Dictionary mit den Elementen. Danach lade ich mir eine Liste mit den Atomen im Molekül. Ich erzeuge dafür gleich die geometrischen Primitive (Kugeln) mit den entsprechenden Farben und Positionen im Raum, in dem ich XML-Info mit den Element-Infos aus dem Dictionary kombiniere.

Beim Zeichnen durchlaufe ich einmal die Liste und lasse die Atome zeichnen. Die Game-Loop verändert die Welt-Matrix (damit das Ding ein wenig zappelt) und zeichnet das Bild.

Und so sieht das Ergebnis im Emulator aus (Ich habe Anilin genommen, weil es aussieht wie ein Teddy-Bär ;-):

 

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Zeitaufwand: Drei Stunden neben Kaffeetrinken und Apfelkuchen essen. Ich glaube, das Thema hat Potential…

Daher werden wir auch demnächst das Thema mal richtig verproben. Ein kleiner Teaser zu unserem Coding-Wochenende auf der Burg gefällig??

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Ich bin mal sehr gespannt was wir danach sagen können…

CU

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